Was ist altersbedingte Makuladegeneration (AMD)?

Abbildung von Senior mit Kind

Als Makula wird ein kleiner Bereich auf der Netzhaut des Auges bezeichnet, der dem Scharfsehen dient. Mit zunehmendem Lebensalter besteht das Risiko, dass dieser „Punkt des schärfsten Sehens“ in Folge einer Stoffwechselstörung geschädigt wird. Die Fehlfunktion führt zu einer krankhaften Ablagerung von Stoffwechselendprodukten zwischen den Sinneszellen der Netzhaut. Aufgrund ihrer Aggressivität verletzen sie die benachbarten Nervenzellen.
Auch autoimmunologische Prozesse spielen hierbei eine wichtige Rolle. Dieser Prozess bleibt zunächst weitestgehend unbemerkt. Da eine einmal abgestorbene Sinneszelle nicht wieder nachwächst, lässt mit zunehmender Anzahl toter Nervenzellen die Sehkraft spürbar nach. Man spricht von der trockenen Makuladegeneration. Nehmen die Ablagerungen zu, werden auch die Blutgefäße, die unmittelbar unter der Netzhaut liegen, in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch gelangen Flüssigkeit oder sogar Blut in die Netzhaut und zerstören in kürzester Zeit massiv die Sinneszellen. Dieses Stadium der Erkrankung wird feuchte altersbedingte Makuladegeneration genannt.

Eine kleine Statistik

AMD gilt in den entwickelten Industrieländern als häufigste Ursache für hochgradige Sehstörungen jenseits des 60. Lebensjahres. In Europa leiden schätzungsweise 7 Millionen Menschen an AMD. Rund 20% der 65- bis 74-Jährigen und 35% der 75- bis 84-Jährigen sind betroffen.
Die altersbedingte Makuladegeneration ist die Hauptursache für eine Erblindung in der Altersgruppe der über 65-Jährigen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 60.000 Menschen neu.